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Suchbegriff: Makroökonomische Trends

Der schwächelnde US-Dollar treibt Investoren in sichere Anlagen wie Gold und den Schweizer Franken, wobei Gold aufgrund der starken Nachfrage Rekordpreise erreicht. Gold ist seit Jahresbeginn um 22 % gestiegen, nachdem es im letzten Jahr bereits um 65 % zugelegt hatte, während Präsident Trump die Abwertung des Dollars wegen ihres Potenzials zur Ankurbelung der US-Exporte lobt.
Die geschäftsführende Direktorin des IWF, Kristalina Georgieva, gab bekannt, dass die Organisation Notfallpläne für einen möglichen weltweiten Ansturm auf US-Dollar-Anlagen vorbereitet, nachdem Trumps Zölle und Angriffe auf die Unabhängigkeit der Federal Reserve Besorgnis ausgelöst hatten. Seit Trumps Amtsantritt hat der Dollar 9 % an Wert verloren, während Gold neue Rekordhöhen erreicht, da Investoren nach Alternativen suchen. Georgieva schlug vor, dass die EU mehr gemeinsame Schulden aufnehmen sollte, um sichere Anlagealternativen zu bieten, wies jedoch darauf hin, dass die Dominanz des Dollars aufgrund der Markttiefe und der wirtschaftlichen Größe der USA weiterhin bestehen bleibt, sodass trotz der von den BRICS-Staaten angeführten Entdollarisierungstendenzen dramatische Veränderungen unwahrscheinlich sind.
Der Goldpreis erreichte nach Äußerungen von Präsident Donald Trump, der sich nicht besorgt über den Rückgang des Dollars zeigte, einen Rekordwert von 5.265 US-Dollar pro Feinunze. Das Edelmetall hat in den letzten anderthalb Wochen fast 15 % zugelegt und damit seine starke Rally fortgesetzt, die durch politische Spannungen, Käufe der Zentralbanken und die Schwäche des Dollars angetrieben wurde. Auch Silber verzeichnete deutliche Gewinne und stieg seit Jahresbeginn um 60 %, angetrieben sowohl durch die Investitionsnachfrage als auch durch industrielle Anwendungen in den Bereichen KI und Robotik. Experten nennen strukturelle Risiken, Sanktionsrisiken und Sorgen um die Staatsverschuldung als wichtige Treiber für die Rally der Edelmetalle.
Goldman Sachs berichtet, dass die Risikobereitschaft der Anleger den höchsten Stand seit 2021 erreicht hat. Der Risikobereitschaftsindikator stieg auf 1,09 und liegt damit im 98. Perzentil der seit 1991 gemessenen Werte. Die Strategen der Bank stellen fest, dass trotz geopolitischer Unsicherheiten der Marktoptimismus vorherrscht, angetrieben durch ein günstiges makroökonomisches Umfeld. Zu den wichtigsten positiven Faktoren zählen die Präferenz für Small Caps gegenüber Large Caps und für Aktien aus Schwellenländern gegenüber Aktien aus Industrieländern. Während die Rallye des Goldes auf eine gewisse Vorsicht hindeutet, empfiehlt Goldman Sachs angesichts der günstigen Bedingungen weiterhin eine Übergewichtung von Aktien.
Die US-Notenbank hat in ihrer ersten Sitzung im Jahr 2026 die Zinssätze bei 3,50 % bis 3,75 % belassen und angesichts gemischter Konjunktursignale eine vorsichtige Haltung eingenommen. Die Ölpreise stiegen leicht an, da die Entscheidung die Rohstoffmärkte stützte. Der Preis für WTI-Rohöl stieg aufgrund von Versorgungsengpässen, der Schwäche des Dollars und geopolitischen Risiken auf über 63 US-Dollar pro Barrel. Die Fed steht angesichts des politischen Drucks und interner Meinungsverschiedenheiten vor der Herausforderung, die Inflationsbekämpfung mit dem Wirtschaftswachstum in Einklang zu bringen.
Der Schweizer Franken erreichte gegenüber dem US-Dollar und dem Euro Rekordhöhen, wobei der Dollar bei 0,7670 Franken und der Euro bei 0,9165 Franken gehandelt wurde, da Investoren angesichts der globalen wirtschaftlichen Unsicherheit in die Schweizer Währung als sicheren Hafen strömen.
Der Artikel analysiert die gegensätzliche Entwicklung des Schweizer Frankens während einer Goldrallye und stellt fest, dass der Goldpreis zwar steigt, der Schweizer Franken jedoch stabil bleibt, ohne dass es zu nennenswerten Zuflüssen als sicherer Hafen kommt. Die politische Stabilität und die geringe Staatsverschuldung des Landes sind nach wie vor Stärken der Währung, doch im Vergleich zur Attraktivität von Gold hat sie als globale Reservewährung ihre Grenzen.
Goldman Sachs hat drei mögliche Szenarien für den Bullenmarkt im Jahr 2026 vorgestellt und bietet damit einen Ausblick auf mögliche Entwicklungen für Anleger.
Der Investmentexperte Thomas Christiansen erläutert, wie die Schwellenländer zunehmend unabhängiger von der US-Zinspolitik werden. Die Renditen werden in diesem Jahr durch einen schwächeren Dollar und positive Wachstumsaussichten für Schwellenländeranleihen gestützt, wobei insbesondere Wertpapiere in lokaler Währung begünstigt werden.
Pictet Wealth Management erörtert die starke Wachstumsdynamik im Private Banking im Nahen Osten und hebt dabei die Expansionspläne in den Vereinigten Arabischen Emiraten, die Attraktivität der Region für vermögende Privatpersonen und Family Offices sowie Strategien zur Bewältigung geopolitischer Risiken bei gleichzeitiger Aufrechterhaltung des langfristigen Engagements in diesem schnell wachsenden Markt hervor.

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